Rhein-Main-Bündnis

gegen Sozialabbau und Billiglöhne

Brief: Schulessen für 3 Euro

01/01/2010 (Kinderarmut, Schulkosten)

Rhein-Main Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne

c/o Rainer Roth
Bergerstr. 195
60385 Frankfurt

 

Frankfurt, 27.02.2007

 

 

 

An Frau Oberbürgermeisterin
Petra Roth
Römerberg 23
60311 Frankfurt

 

 

Schulessen für drei Euro

 

 

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

wir haben der Frankfurter Rundschau entnommen, dass zehn weitere Schulen in Frankfurt eine Mensa erhalten sollen. Wir begrüßen das.

Im angekündigten Preis für das Mittagessen sehen wir allerdings ein Problem. “Wunsch des Bildungsdezernats ist, dass mindestens zwei der angebotenen Menüs nicht mehr als drei Euro kosten.” (FR 16.02.2007)

 

Ist Ihnen bekannt, dass im Regelsatz von SchülerInnen bis zum Alter von 14 Jahren, deren Eltern Hartz IV-BezieherInnen sind, pro Tag nur 2,71 Euro für Essen und Trinken enthalten sind?

Kinder von Alg II-BezieherInnen haben in dieser Situation zwei Möglichkeiten.

Entweder sie nehmen ein Mittagessen für den geplanten Preis zu sich. Dann müssten sie auf das Frühstück verzichten und für den Rest des Tages wäre ebenfalls kein Geld für Nahrungsmittel mehr übrig.

Oder sie verzichten auf das Mittagessen und nehmen mit leerem Magen am Unterricht teil.

Was tun Sie, um Kindern von Alg II-BezieherInnen die Teilnahme am Mittagessen in Frankfurter Schulen zu ermöglichen?

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rainer Roth

 

Dieses Mail ging mit der Bitte um Stellungnahme ebenfalls an das Schuldezernat, an das Stadtschulamt, die Kommunale Ausländervertretung, an die Fraktionen der CDU, SPD, FDP, der Grünen, der Linkspartei, Ökolinx und FAG in der Stadtverordnetenversammlung, an die GEW Frankfurt und an den Stadt-Schüler/-innen Rat Frankfurt.

 

Antwortschreiben der Oberbürgermeisterin Frau Roth: